»In der Türkei eine Frau zu sein, bedeutet, auf fast allen Gebieten gegen den Strom zu rudern.« Gaye Boralıoğlu

Aus dem Türkischen von Wolfgang Riemann und Monika Carbe

Wir haben ein Interview mit der Autorin geführt! 

»[…] Ihre 13 Erzählungen »Die Frauen von Istanbul« sind Alltagsminiaturen über die Gefühlswelt von Frauen zwischen Tradition und Moderne.« Empfohlen von Janis Voss, in: emotion. Das Frauenmagazin, 20.2017 (Volltext s. Rezensionen)

»[…] Denn die dreizehn Erzählungen [von Gaye Boralioglu] sind literarische Kleinode von großer erzählerischer Kraft.« Empfohlen von Gerrit Wustmann, auf: fixpoetry

»Sachlich, auf das Wesentliche konzentriert, porträtiert sie (die Autorin) die türkische Gesellschaft. Gern empfohlen.«Yilmaz Holtz-Ersahin / ID bzw. IN 2016/51 ekz-Informationdienste

»Das ist eine sehr neue Art, das habe ich so noch nicht gefunden (…) und insofern müssen wir dem Verlag fast dankbar sein, dass sie diese Erzählungen veröffentlichten.« SWR2 Forum Buch, Redaktion und Moderation: Gerwig Epkes im Gespräch mit Ursula März.

»Schnörkellos erzählte Geschichten über Frauen in der Türkei, die individuelle Freiheiten erfinden.« empfohlen von Ursula März, In: ZEIT und ZEIT Online, Literatur-Empfehlung »Die besten Bücher zum Verschenken«

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Die Frauen von Istanbul

Erzählungen einer unbekannten Gesellschaft

»In der Türkei eine Frau zu sein, bedeutet, auf fast allen Gebieten gegen den Strom zu rudern.« Gaye Boralıoğlu

Aus dem Türkischen von Wolfgang Riemann und Monika Carbe

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»[…] Ihre 13 Erzählungen »Die Frauen von Istanbul« sind Alltagsminiaturen über die Gefühlswelt von Frauen zwischen Tradition und Moderne.« Empfohlen von Janis Voss, in: emotion. Das Frauenmagazin, 20.2017 (Volltext s. Rezensionen)

»[…] Denn die dreizehn Erzählungen [von Gaye Boralioglu] sind literarische Kleinode von großer erzählerischer Kraft.« Empfohlen von Gerrit Wustmann, auf: fixpoetry

»Sachlich, auf das Wesentliche konzentriert, porträtiert sie (die Autorin) die türkische Gesellschaft. Gern empfohlen.«Yilmaz Holtz-Ersahin / ID bzw. IN 2016/51 ekz-Informationdienste

»Das ist eine sehr neue Art, das habe ich so noch nicht gefunden (…) und insofern müssen wir dem Verlag fast dankbar sein, dass sie diese Erzählungen veröffentlichten.« SWR2 Forum Buch, Redaktion und Moderation: Gerwig Epkes im Gespräch mit Ursula März.

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»In der Türkei eine Frau zu sein, bedeutet, auf fast allen Gebieten gegen den Strom zu rudern.« Gaye Boralıoğlu

Aus dem Türkischen von Wolfgang Riemann und Monika Carbe

Wir haben ein Interview mit der Autorin geführt! 

»[…] Ihre 13 Erzählungen »Die Frauen von Istanbul« sind Alltagsminiaturen über die Gefühlswelt von Frauen zwischen Tradition und Moderne.« Empfohlen von Janis Voss, in: emotion. Das Frauenmagazin, 20.2017 (Volltext s. Rezensionen)

»[…] Denn die dreizehn Erzählungen [von Gaye Boralioglu] sind literarische Kleinode von großer erzählerischer Kraft.« Empfohlen von Gerrit Wustmann, auf: fixpoetry

»Sachlich, auf das Wesentliche konzentriert, porträtiert sie (die Autorin) die türkische Gesellschaft. Gern empfohlen.«Yilmaz Holtz-Ersahin / ID bzw. IN 2016/51 ekz-Informationdienste

»Das ist eine sehr neue Art, das habe ich so noch nicht gefunden (…) und insofern müssen wir dem Verlag fast dankbar sein, dass sie diese Erzählungen veröffentlichten.« SWR2 Forum Buch, Redaktion und Moderation: Gerwig Epkes im Gespräch mit Ursula März.

»Schnörkellos erzählte Geschichten über Frauen in der Türkei, die individuelle Freiheiten erfinden.« empfohlen von Ursula März, In: ZEIT und ZEIT Online, Literatur-Empfehlung »Die besten Bücher zum Verschenken«

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Buchbeschreibung

Istanbul – Zentrum für Handel, Finanzen, Medien und Kultur. Doch zwischen Hochhäusern und Moscheen, zwischen Europa und Asien, zwischen Moderne und Tradition pocht das Herz einer patriarchalischen Gesellschaft, in der die Frauen tagtäglich ihren Platz finden müssen. Die Köchin übernimmt Verantwortung, um den besten Reis zu servieren, und die Schneiderin träumt beim Nähen gefährlich vor sich hin. Die Demonstrantin kämpft gegen das Establishment und die Toilettenfrau überwindet ihre Tätigkeit mit Kinobildern im Kopf. Die Tante entpuppt sich als Mörderin ihres Ehemannes und die Verkäuferin behauptet plötzlich, lesbisch zu sein. Die Frauen von Istanbul leben mit Träumen, Wünschen und Lügen, mitten in einem gefährlichen politischen System. Mit schwarzen Wimpern, großen Mandelaugen und gemalten Lippen lernen sie, außerordentlich erfinderisch zu sein. Um zu überleben. Ein Prozess, der seinen Preis hat. Bis in den Tod hinein.

Gaye Boralıoğlu, eine der bekanntesten und erfolgreichsten türkischen Autorinnen der Gegenwartsliteratur, hebt den Schleier der islamisch-konservativen Herrschaft und erlaubt uns einen Blick in eine unbekannte Gesellschaft. In ihren Erzählungen erheben sich Frauencharaktere zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und den kulturellen Normen und Gesetzen ihres Landes. Geschichten, die Mut und Vertrauen aufbauen, und Geschichten, die Trauer und Wut auslösen. Geschichten einer Stadt mit ihren Frauen als Protagonisten. Frauen, die leben, lieben, sterben und sich stets nach ihren Rechten sehnen.

Aus dem Türkischen von Wolfgang Riemann und Monika Carbe

 

Zusätzliche Informationen

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Softcover mit Klappen-Druckbuch, e-book-EPUB-Format

Rezensionen

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    :

    Einsame Stimmen

    24.01.2017 Hamburg

    Für ihren 2014 in der Türkei erschienenen Erzählband „Mübarek Kadinlar“ („Heilige Frauen“) erhielt die Istanbuler Schriftstellerin Gaye Boralioglu den Yunus Nadi Literaturpreis. […] Denn die dreizehn Erzählungen sind literarische Kleinode von großer erzählerischer Kraft. Auch wenn Vieles in Istanbul angesiedelt ist, sollte man kein Istanbul-Buch erwarten, wie es der Titel suggeriert. Im Zentrum stehen Protagonistinnen, wie es sie wahrscheinlich in der ganzen Türkei gibt. Gemeinsam ist ihnen allen eine kaum erträgliche Einsamkeit, aus der sie auszubrechen versuchen. Sei es eine Frau, die jede Woche dieselbe Zugstrecke gemeinsam mit ihrem schweigsamen Ehemann fährt, den sie verachtet und fürchtet: Die Landschaft hinter den Zugfenstern zieht an ihr vorbei wie ihr eigenes Leben, in dem sie als Gefangene lebt, ohne Ausweg. Sei es jene Frau, die in einer Gemeinschaftszelle im Gefängnis sitzt und sich in Gedanken in ein Märchen versetzt, das ihr Vater ihr erzählte, als sie klein war – jener Vater, der sie einmal in der Woche wortlos besucht. Sie schweigen gemeinsam. Was zu sagen war, sagt das Kind im Märchen.

    Gaye Boralioglu saß im Putschjahr 1980 selbst für einige Monate in Haft, weil sie an der Uni in politischen Gruppen aktiv war. Und ihre Geschichte ist im Jahr 2016 wieder erschreckend aktuell geworden, seit das AKP-Regime seine Kritiker zu Zehntausenden in Gefängnissen verschwinden lässt. Boralioglu gibt in ihren Erzählungen auch jenen eine Stimme, die in der offiziellen Türkei keine Stimme haben dürfen. Da ist Mustafa, der sich aufopferungsvoll um seine demente Großmutter kümmert, und als diese wieder zu sprechen beginnt, glaubt er, sie brabbele nur wirres Zeug vor sich hin – er erkennt die kurdische Sprache nicht, die sie seit frühester Kindheit verschwiegen hatte. Ähnlich wie die junge Sängerin, die in einer Casting-Show auf die Bühne tritt und ihr Lied auf Armenisch vorträgt, sehr zum Entsetzen von Jury und Publikum.

    Dreizehn Geschichten, dreizehn Befreiungsschläge von Frauen, die verstummt sind in einer Gesellschaft, die Abweichungen – gerade von Frauen – nicht toleriert – so wie die Reisköchin, die sich mit einem ganz eigenen Rezept aus der Enge ihres Alltags befreit. Oder wie die stumme Toilettenfrau, die immer da ist, die niemand aber wirklich wahrnimmt, und die eine neue Welt entdeckt, als sie eines Tages im Winter den Bus verpasst.

    Gaye Boralioglus Erzählungen sind pointierte, fast beiläufig wirkende, aber dadurch umso eindrücklichere Blicke in die seelischen Untiefen von Menschen, die aufgrund gesellschaftlicher Konventionen keine Kontrolle über ihr eigenes Leben haben. Es ist eines jener Bücher, die einen sensiblen Eindruck der Lebensrealitäten in der heutigen Türkei liefern, und die dem Leser mehr vermitteln als das mediale Hintergrundrauschen zwischen Politik und Polarisierung.

  2. 0 von 1 bis 5

    :

    Die Gefühlswelt hinter dem Schleier

    02.2017 emotion. Das Frauenmagazin

    Die Istanbuler Autorin Gaye Boralıoğlu war gerade 17 Jahre alt, als sie verhaftet wurde, weil ihre politische Haltung nicht passte. Das war 1980 nach dem Militärputsch. Boralıoğlu hat sich den Mund nicht verbieten lassen, wurde Journalistin und Drehbuchautorin. Ihre 13 Erzählungen »Die Frauen von Istanbul« sind Alltagsminiaturen über die Gefühlswelt von Frauen zwischen Tradition und Moderne. Da schämt sich eine Frau ihres schwitzendes Mannes auf einer Zugfahrt, an deren Ende nichts mehr sein wird, wie es war. Eine Toilettenfrau erhebt sich mit ihrem Kino im Kopf über die Ödnis. Oder eine Frau in Haft erzählt ihren Eltern tröstliche Lügen. Erst auf den zweiten Blick sind es politische Geschichten, bei denen man zwischen den Zeilen den subtilen, gesellschaftlichen Druck spürt, der einem die Luft zum Atmen nimmt.

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Details

  • Seiten : ca. 200
  • Cover : Soft Cover mit Klappen
  • Sprachen : Deutsch
  • Hrsg./Autor : Gaye Boralıoğlu
  • Erscheinungsdatum : 6. Oktober 2016
  • aktuelle Auflage : 1
  • ISBN : 978-3-95771-108-3
  • e-ISBN : 978-3-95771-109-0

Über den Autor

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