Haltestelle Cover 002
Safiye Can erhält
den Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (11. November 2016)
und den Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (6. November 2016)


Es gibt Söhne ohne Väter

es gibt Töchter ohne Väter
es gibt Mütter ohne Töchter

also hab ich mir diese Haltestelle gemacht

Mit der Übersetzung eines Langgedichtes ins Englische
von Hakan Akçit


Lese-Tipp von Agathe Knoblauch

Ab: €12,99

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Es gibt Söhne ohne Väter

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Es gibt Söhne ohne Väter

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es gibt Mütter ohne Töchter

also hab ich mir diese Haltestelle gemacht

Mit der Übersetzung eines Langgedichtes ins Englische
von Hakan Akçit


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Buchbeschreibung

»An der fiktiven Haltestelle sitze ich
hier fliegt kein Vogel vorbei
dennoch schirme ich die Augen ab
und blicke hoch hinauf.
Meine Träume machen Grimassen
nachts
ich ziele mit dem Fotoapparat darauf
löse den Abzug und drücke
einmal, zweimal, dreimal
wie sehen Sie die Dinge?«

Ein Mensch, ein Kind, eine Dichterin hat sich ihre eigene Haltestelle erschaffen. Eine einsame Insel im Nirgendwo, weit weg von der Banalität, doch mitten im Leben, geschützt und umgeben von Poesie, während das Leben in Großstädten und auf Autobahnen weiter pulsiert. Eine Haltestelle aus Gedichten über das Warten, das Träumen und das Sein. Warten auf das Passende. Einen Menschen, eine Arbeit, eine Gelegenheit. Wer kommt und holt mich ab? Ein Zug, eine Straßenbahn, ein Omnibus, eine Fähre? Ach, wäre es die Liebe selbst.

»Im Epizentrum stehen zwei Menschen eng umschlungen«. Schnell, laut, bunt, die Welt um sie herum von Hektik durchdröhnt. »Wir können nicht zusammen sein …«, sagt der eine, »öffnen wir das Fenster«, schlägt der andere vor, »öffnen wir die Tür«, fügt er erwartungsvoll dazu, doch »die Möglichkeit des Lächelns zerbröckelt in ihren Händen«. Die Herzen rasen. »Uhren messen nicht nur die Zeit«, die Gefühle werden von Eile begleitet. »Es ist nicht leicht als Mensch zu leben, nicht leicht …«.

Nach dem erfolgreichen Debütbuch »Rose und Nachtigall« – drei Auflagen innerhalb eines Jahres – liegt der neue Lyrikband von Safiye Can vor. »Safiye Can, die junge Tscherkessin, die in Offenbach geboren wurde, wird zu den großen Dichterinnen unseres Jahrhunderts gezählt werden«, schreibt Michael Starcke. Mit ihrer farbenprächtigen Dichtkunst holt »das sprachlose Kind als Dichterin« (FAZ) den Leser an einer erträumten Haltestelle ab, um ihn auf eine poetische Reise mitzunehmen, von Offenbach am Main bis nach Istanbul am Bosporus.
»Einfach so, verstehn Sie das?
Wohin sollte ich die Möwen tun?«

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Details

  • Seiten : 120
  • Cover : Hardcover
  • Sprachen : Deutsch, Englisch
  • Hrsg./Autor : Safiye Can
  • Erscheinungsdatum : 14. August 2015
  • aktuelle Auflage : 1
  • ISBN : 978-3-95771-049-9
  • e-ISBN : 978-3-95771-050-5

Über den Autor

Safiye Can

Safiye Can
ist 1977 als Kind tscherkessischer Eltern in Offenbach am Main geboren. Sie hat Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft an der Goethe Universität in Frankfurt am Main studiert und ihre Magisterarbeit mit der Bestnote über Friedrich Nietzsches »Also sprach Zarathustra« abgeschlossen. Seit 2013 ist sie Kuratorin der »Zwischenraum-Bibliothek« im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung, seit 2010 Mitarbeiterin der Horst Bingel-Stiftung für Literatur und aktives Mitglied der Vereinigung türkischsprachiger Schriftsteller Europas (ATYG). Mehrere Jahre war sie am Landestheater Burghofbühne Dinslaken Regieassistentin für ein Schauspiel nach Yüksel Pazarkaya, arbeitete zuvor als Vertretungslehrerin in Offenbach am Main. Safiye Can leitet seit 2004 erfolgreich Schreibwerkstätten an Schulen und ist ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Amnesty International. Die auch als literarische Übersetzerin tätige Autorin erhielt für ihre Gedichte mehrere Literaturpreise. Derzeit studiert sie im Zweitstudium Germanistik und Kunstgeschichte an der Goethe Univer-sität in Frankfurt am Main. Mit »Rose und Nachtigall« liegt uns ihr Debüt vor. Autorenwebsite: www.safiyecan.de
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