Haltestelle Cover 002
»Ihr unverstellter Blick auf die Realitäten des Lebens, gepaart mit tiefem Humor und Empathie ist ein Genuß, und ihre beiden Gedichtbände »Rose und Nachtigall« und »Diese Haltestelle hab ich mir gemacht« (Größenwahn Verlag, Frankfurt/M.) sind gedanklich wie sprachlich eine Offenbarung.« Franz Becker, Musenblätter. Das unabhängige Kulturmagazin (06.03.17)
Safiye Can erhält den Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (11. November 2016)
und den Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (6. November 2016)


Es gibt Söhne ohne Väter

es gibt Töchter ohne Väter
e.s gibt Mütter ohne Töchter

also hab ich mir diese Haltestelle gemacht

Mit der Übersetzung eines Langgedichtes ins Englische
von Hakan Akçit


Lese-Tipp von Agathe Knoblauch

Ab: €12,99

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»Ihr unverstellter Blick auf die Realitäten des Lebens, gepaart mit tiefem Humor und Empathie ist ein Genuß, und ihre beiden Gedichtbände »Rose und Nachtigall« und »Diese Haltestelle hab ich mir gemacht« (Größenwahn Verlag, Frankfurt/M.) sind gedanklich wie sprachlich eine Offenbarung.« Franz Becker, Musenblätter. Das unabhängige Kulturmagazin (06.03.17)
Safiye Can erhält den Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (11. November 2016)
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»Ihr unverstellter Blick auf die Realitäten des Lebens, gepaart mit tiefem Humor und Empathie ist ein Genuß, und ihre beiden Gedichtbände »Rose und Nachtigall« und »Diese Haltestelle hab ich mir gemacht« (Größenwahn Verlag, Frankfurt/M.) sind gedanklich wie sprachlich eine Offenbarung.« Franz Becker, Musenblätter. Das unabhängige Kulturmagazin (06.03.17)
Safiye Can erhält den Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (11. November 2016)
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Es gibt Söhne ohne Väter

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also hab ich mir diese Haltestelle gemacht

Mit der Übersetzung eines Langgedichtes ins Englische
von Hakan Akçit


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Buchbeschreibung

»An der fiktiven Haltestelle sitze ich
hier fliegt kein Vogel vorbei
dennoch schirme ich die Augen ab
und blicke hoch hinauf.
Meine Träume machen Grimassen
nachts
ich ziele mit dem Fotoapparat darauf
löse den Abzug und drücke
einmal, zweimal, dreimal
wie sehen Sie die Dinge?«

Ein Mensch, ein Kind, eine Dichterin hat sich ihre eigene Haltestelle erschaffen. Eine einsame Insel im Nirgendwo, weit weg von der Banalität, doch mitten im Leben, geschützt und umgeben von Poesie, während das Leben in Großstädten und auf Autobahnen weiter pulsiert. Eine Haltestelle aus Gedichten über das Warten, das Träumen und das Sein. Warten auf das Passende. Einen Menschen, eine Arbeit, eine Gelegenheit. Wer kommt und holt mich ab? Ein Zug, eine Straßenbahn, ein Omnibus, eine Fähre? Ach, wäre es die Liebe selbst.

»Im Epizentrum stehen zwei Menschen eng umschlungen«. Schnell, laut, bunt, die Welt um sie herum von Hektik durchdröhnt. »Wir können nicht zusammen sein …«, sagt der eine, »öffnen wir das Fenster«, schlägt der andere vor, »öffnen wir die Tür«, fügt er erwartungsvoll dazu, doch »die Möglichkeit des Lächelns zerbröckelt in ihren Händen«. Die Herzen rasen. »Uhren messen nicht nur die Zeit«, die Gefühle werden von Eile begleitet. »Es ist nicht leicht als Mensch zu leben, nicht leicht …«.

Nach dem erfolgreichen Debütbuch »Rose und Nachtigall« – drei Auflagen innerhalb eines Jahres – liegt der neue Lyrikband von Safiye Can vor. »Safiye Can, die junge Tscherkessin, die in Offenbach geboren wurde, wird zu den großen Dichterinnen unseres Jahrhunderts gezählt werden«, schreibt Michael Starcke. Mit ihrer farbenprächtigen Dichtkunst holt »das sprachlose Kind als Dichterin« (FAZ) den Leser an einer erträumten Haltestelle ab, um ihn auf eine poetische Reise mitzunehmen, von Offenbach am Main bis nach Istanbul am Bosporus.
»Einfach so, verstehn Sie das?
Wohin sollte ich die Möwen tun?«

Zusätzliche Informationen

Bestelloptionen

Hardcover-Druckbuch, e-book-EPUB-Format

Rezensionen

  1. 0 von 1 bis 5

    :

    Auch im 21. Jahrhundert funktioniert sie noch: Lyrik – wenn, ja wenn sie aus der Feder einer Dichterin wie Safiye Can kommt. Ihr unverstellter Blick auf die Realitäten des Lebens, gepaart mit tiefem Humor und Empathie ist ein Genuß, und ihre beiden Gedichtbände „Rose und Nachtigall“ und „Diese Haltestelle hab ich mir gemacht“ (Größenwahn Verlag, Frankfurt/M.) sind gedanklich wie sprachlich eine Offenbarung. Das hat sehr schnell viele Leser überzeugt, weshalb die Bücher jetzt bereits in vielfacher Auflage vorliegen und es war für zwei Gesellschaften Grund genug, sie bereits mit ihren Literatur-Preisen des Jahres 2016 auszuzeichnen: dem Else Lasker-Schüler-Lyrikpreis und dem Alfred Müller-Felsenburg-Preis.

    Inkognito

    Auf einer Skala von eins bis zehn
    wären wir als Paar unter aller Sau.
    Am liebsten setzte ich dich aus
    an der A4
    damit du nicht zurückfändest zu mir
    ich nie wiederfände deine Knautschblicke.
    Könntest dir einen Bart wachsen lassen

    ich färbte mein Haar.
    Mit großen Sonnenbrillen flögen wir
    wie Moskitos voneinander weg
    und prallten doch wieder aufeinander
    trügen Baseballcaps, inkognito
    verwischten unsre Spur mit Universalreiniger
    zeigten der Forensik den Stinkefinger
    und beklebten unseren Mund mit Panzertape
    damit er ja nie mehr spräche
    von Liebe.

    Gedankenspiele, Selbstreflexion (sehr gerne auch ironisch), augenzwinkernder Humor, aber auch tiefe Trauer, Flashbacks, Traumsequenzen und stets Gefühl, viel Gefühl – das ist der Stoff, aus dem Safiye Cans Gedichte sind. Tscherkessisch-türkische Einflüsse ihrer genuinen Herkunft mischen sich mit der mitteleuropäisch-deutschen Sprach- und Kultur-Sozialisation der Dichterin in ihrer einzigartigen Lyrik. Alltagsbegegnungen, Streiflichter stehen neben tiefen Gedanken, und spielerisch wirkender Figuren-Dichtung, geben der Sinnhaftigkeit und Größe der Lyrik Safiye Cans vielfältige Gestalt. Die Lektüre der thematisch gefassten Kapitel ist wie ein Spaziergang durch viele Straßen und um viele Ecken – hinter deren jeder eine Überraschung, eine Pointe, eine Erkenntnis wartet.
    Safiye Can macht sich analog zum Titel ihres zweiten Gedichtbandes nicht nur eine Haltestelle, sie macht sich eine Welt, eine eigene Sprache. Die teilt der Leser gerne mit ihr, hat er doch das Gefühl, ihr dadurch nahe genug kommen zu können, um sie zu verstehen. Es gibt sicher keine andere Literaturgattung, in der sich die Seele des Verfassers konzentrierter widerspiegelt. Safiye Cans Lyrik bedarf keiner Interpretation, sie bedarf einzig des Verständnisses. Wer das gefunden hat, den beseelen ihre Gedichte. Und nichts anderes möchte sie damit erreichen. Es ist Genuß, der auch unsere Auszeichnung verdient, den Musenkuß.

    Aber Philosophie ist nicht auf der Schulbank
    ist im Leben selbst
    Sie dürfen das Buch nicht im Regal lassen
    müssen es raustragen
    aufklappen und die Worte überall hinstreuen
    auch die Punkte, auch die Semikolons.
    Er schoss mit freundlichen Pfeilen auf mich
    er wusste nicht, dass Pfeile Pfeile waren
    das macht nichts
    diese Haltestelle hab ich gemacht.

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Details

  • Seiten : 120
  • Cover : Hardcover
  • Sprachen : Deutsch, Englisch
  • Hrsg./Autor : Safiye Can
  • Erscheinungsdatum : 14. August 2015
  • aktuelle Auflage : 1
  • ISBN : 978-3-95771-049-9
  • e-ISBN : 978-3-95771-050-5

Über den Autor

Safiye Can

Safiye Can
ist 1977 als Kind tscherkessischer Eltern in Offenbach am Main geboren. Sie hat Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft an der Goethe Universität in Frankfurt am Main studiert und ihre Magisterarbeit mit der Bestnote über Friedrich Nietzsches »Also sprach Zarathustra« abgeschlossen. Seit 2013 ist sie Kuratorin der »Zwischenraum-Bibliothek« im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung, seit 2010 Mitarbeiterin der Horst Bingel-Stiftung für Literatur und aktives Mitglied der Vereinigung türkischsprachiger Schriftsteller Europas (ATYG). Mehrere Jahre war sie am Landestheater Burghofbühne Dinslaken Regieassistentin für ein Schauspiel nach Yüksel Pazarkaya, arbeitete zuvor als Vertretungslehrerin in Offenbach am Main. Safiye Can leitet seit 2004 erfolgreich Schreibwerkstätten an Schulen und ist ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Amnesty International. Die auch als literarische Übersetzerin tätige Autorin erhielt für ihre Gedichte mehrere Literaturpreise. Derzeit studiert sie im Zweitstudium Germanistik und Kunstgeschichte an der Goethe Univer-sität in Frankfurt am Main. Mit »Rose und Nachtigall« liegt uns ihr Debüt vor. Autorenwebsite: www.safiyecan.de
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