OktoberzugnachRiga

In das Pflaster des Gehsteigs, zwischen Straßenrand und Vorgarten, doch etwas näher am Straßenrand, sind in der Höhe des schmalen Weges, der durch den Vorgarten zum Haus mit der Nummer 48 führt, zwei Stolpersteine eingelassen …

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Buchbeschreibung

Marie hat eine weitverzweigte Familie und manche davon sind verschollen, wie sie im Rahmen einer Semesterarbeit über Stolpersteine für im Holocaust umgekommene Menschen feststellen muss. Wer waren Charlotte und Werner Heimann, und was ist mit ihnen geschehen? Gleichzeitig begibt sich in Amerika der Journalist John auf die Suche nach Überlebenden und deren Nachkommen, denn sein verstorbener Großvater hat durch seine Bürgschaft Menschen vor den Vernichtungslagern bewahren können.

Eine Spurensuche beginnt: von den Stolpersteinen auf der Bamberger Straße Nummer 48 in Berlin bis zu einem Oktoberzug, der 1942 nach Riga abging. Mit jeder neu entdeckten Spur vervollständigt sich die Geschichte einer Ermordung. Die Vergangenheit beginnt zu leben.

Angela Schmidt-Bernhardt beschreibt hier das unruhige Gemüt der jungen Generationen, die die Geschichte ihrer Herkunft und Identität anhand eines bisher schamhaft verschwiegenen Kapitels der eigenen Familie zu hinterfragen beginnt. Es geht ihr dabei um die grundlegenden, universalen Fragen: Wer bin ich wirklich, wenn ich kaum weiß, wer meine Vorfahren sind und woher ich komme? Was haben meine Vorfahren während des Holocausts gemacht und wie soll ich mit deren Taten heute umgehen? Was kann ich tun, dass die Geschichte sich nicht wiederholt?

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Softcover-Druckbuch, e-book-EPUB-Format

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Details

  • Seiten : 144
  • Cover : Softcover
  • Sprachen : Deutsch
  • Hrsg./Autor :
  • Erscheinungsdatum : 07.02.2014
  • aktuelle Auflage : 1
  • ISBN : 978-3-942223-68-3
  • e-ISBN : 978-3-942223-69-0

Über den Autor

Angela Schmidt-Bernhardt

Angela Schmidt-Bernhardt
wurde 1951 in Schleswig geboren – zwischen Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder. Sie studierte Romanistik und Sozialwissenschaften in Bochum, danach unterrichtete sie Deutsch in Frankreich, zunächst an einer Schule in Dax, dann an der Universität in Bordeaux. Ihre Lehrerinnenausbildung schloss sie in Frankfurt am Main mit dem Referendariat ab und unterrichtete danach am Hessenkolleg Französisch und Gemeinschaftskunde. In den 1990er Jahren bildete sie sich am Institut für Gruppenanalyse in Heidelberg in den Berufsfeldern »Beratung und Supervision« weiter. 2007 promovierte sie an der Universität Marburg zum Thema »Jugendliche Spätaussiedlerinnen. Bildungserfolg im Verborgenen«; die Dissertation erschien 2008 im Tectum-Verlag, Marburg. Heute arbeitet sie an der Philipps-Universität Marburg im Fachbereich Erziehungswissenschaften mit Lehramtsstudierenden. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind »interkulturelles Lernen«, »Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung« und »kreatives Schreiben«.Als Autorin beschäftigt sie sich vorrangig mit den Verbindungen zwischen individuellen, persönlichen Schicksalen und zeitgeschichtlichen Entwicklungen.
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