Die_friedhofsgaertnerin

Die Geschichte der zurückhaltenden Friedhofsgärtnerin Alice, die um ihr Selbstwertgefühl kämpfen muss, in einer Zeit als die Grenzen der Welt fallen und die Mauern in den Köpfe der Menschen hochgezogen werden.

»Ganz grundlegend geht es um die Fragen nach Recht und Toleranz.« Susanne Czube-Konrad

Hanf auf dem Hauptfriedhof , geschrieben von Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus, was ein ziemlich abgedroschener Topos ist – aber wo er stimmt, da stimmt er. Gehen Sie um diese Jahreszeit mal auf den Frankfurter Hauptfriedhof, da können Sie sich vor lauter Schatten kaum retten. Lange Schatten. Noch längere Schatten. Immer länger werdende Schatten. Es herbstet auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. … mehr lesen

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Die Geschichte der zurückhaltenden Friedhofsgärtnerin Alice, die um ihr Selbstwertgefühl kämpfen muss, in einer Zeit als die Grenzen der Welt fallen und die Mauern in den Köpfe der Menschen hochgezogen werden.

»Ganz grundlegend geht es um die Fragen nach Recht und Toleranz.« Susanne Czube-Konrad

Hanf auf dem Hauptfriedhof , geschrieben von Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus, was ein ziemlich abgedroschener Topos ist – aber wo er stimmt, da stimmt er. Gehen Sie um diese Jahreszeit mal auf den Frankfurter Hauptfriedhof, da können Sie sich vor lauter Schatten kaum retten. Lange Schatten. Noch längere Schatten. Immer länger werdende Schatten. Es herbstet auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. … mehr lesen

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Die Geschichte der zurückhaltenden Friedhofsgärtnerin Alice, die um ihr Selbstwertgefühl kämpfen muss, in einer Zeit als die Grenzen der Welt fallen und die Mauern in den Köpfe der Menschen hochgezogen werden.

»Ganz grundlegend geht es um die Fragen nach Recht und Toleranz.« Susanne Czube-Konrad

Hanf auf dem Hauptfriedhof , geschrieben von Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus, was ein ziemlich abgedroschener Topos ist – aber wo er stimmt, da stimmt er. Gehen Sie um diese Jahreszeit mal auf den Frankfurter Hauptfriedhof, da können Sie sich vor lauter Schatten kaum retten. Lange Schatten. Noch längere Schatten. Immer länger werdende Schatten. Es herbstet auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. … mehr lesen

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Buchbeschreibung

Niemand kennt ihre Vorgeschichte, und genau so will sie es haben. Alice, Ende 40, ist freundlich, etwas scheu, beschwert sich nie und arbeitet gerne als Gärtnerin auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Sie prägt sich Namen und Daten auf den Grabsteinen ein – Oberbürgermeister und Stadtverordnete, Wohltäter und Finanzgenies, Sinti und Roma – genießt die grüne Oase, die sie umgibt und durchstreift in den Pausen mit ihrem Fahrrad die Stadt. Als bei den Arbeiten rund um das Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege, in diesem versteckten Teil des Friedhofes ein paar Haschischpflanzen gefunden werden, beginnt für sie und ihren ausländischen Arbeitskollegen, mit dem sie sich gut versteht, eine schlimme Zeit: Kündigung, Gerichtsverfahren, Medienjagd. Alice wird aus ihrer stillen Welt rausgerissen und die Vergangenheit holt sie ein. Familiengeheimnisse und Ängste verfolgen die labile und melancholische Frau bis in ihre Dachkammer im Westend. Wer kann ihr helfen, wer holt sie aus ihrer selbstgewählten Einsamkeit heraus? Wer gibt ihr Arbeit und Selbstwertgefühl zurück?

Monika Carbe lässt die 1990er Jahre wieder aufleben, eine Zeit, als die Grenzen der bekannten Weltordnung neu gezogen wurden und Rechtsradikale sich verstärkt zu Wort meldeten. Ihr Roman ist eine Mahnung an die Gesellschaft und gleichzeitig ein Lobgesang auf das multikulturelle Frankfurt, das auf seinem Hauptfriedhof die eigene Vergangenheit bewahrt, hegt, pflegt und neu bepflanzt.

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Hardcover-Druckbuch, e-book-EPUB-Format

Rezensionen

  1. 0 von 1 bis 5

    :

    http://www.rezensionen.ch/die-friedhofsgaertnerin/3942223821/
    von Eva Lacour 25. Juli 2014

    Das Schlechte zum Guten wenden

    Alice hat Pech im Beruf. Die einst erfolgreiche Kunstmanagerin verliert aufgrund von Neid und Intrigen ihren Job und ist froh, eine Anstellung als Friedhofsgärtnerin gefunden zu haben. Der Kontakt mit Pflanzen tut ihr gut, sie mag ihre italienischen, türkischen und marokkanischen Kollegen und wird für ihre Gründlichkeit und Zuverlässigkeit geschätzt. Bis zwei Kollegen eines Tages bei Aufräumarbeiten in einem vernachlässigten Gewann des Frankfurter Friedhofs einige seltene – und leider auch verbotene – Pflanzen finden. Zu schade wäre es doch, den schönen Hanf zu vernichten, finden die beiden. Und wozu den Fund der Friedhofsleitung melden? Schließlich hat sich jahrelang niemand um die überwucherten Grabstätten der Toten der beiden Weltkriege gekümmert. Wer also sollte die Pflänzchen überhaupt bemerken? Sie graben die Pflanzen sorgsam aus und setzen sie an einen stillen Ort …

    Alles hätte gut gehen können, wäre da nicht Kollbrand, ein unsympathischer Kollege mit ausländerfeindlicher, rechtsextremer Gesinnung. Als Kollbrand durch Zufall Wind von der Sache bekommt – einige Kollegen erwähnen unachtsam bei einer Plauderei die Haschischplantage – bringt er eine Lawine ins Rollen. In der Hoffnung auf Beförderung oder eine Sonderzulage verpetzt und bespitzelt er die ausländischen Kollegen und Alice, die mit der Pflanzung eigentlich nichts zu tun hat. Doch auf einmal sieht sie sich als Mitwisserin und damit Mitschuldige an einem schwunghaften Rauschgifthandel an den Pranger gestellt.

    Die Polizei ermittelt, die Presse berichtet über das Drogenkartell auf dem Hauptfriedhof, die Angeschuldigten werden entlassen, Alice verliert jeden Halt im Leben und fühlt sich von allen verraten und bedroht.

    Nur allmählich wendet sich das Blatt. Den Anfang macht der Besitzer des Hauses, in dem Alice eine Mansarde bewohnt. Er hat die Pressemeldungen verfolgt und bietet der auch in finanzielle Not geratenen Alice Hilfe an, indem er sie als Nachhilfelehrerin für seinen Enkel engagiert. Bald kommt ein zweiter Schüler hinzu, dessen Mutter noch dazu eine gefragte Künstlerin ist. Sie beauftragt Alice mit der Gestaltung des Gartens ihrer alten Villa.

    Monate vergehen, die Ermittlungen der Polizei geraten ins Stocken und verlaufen im Sande, schließlich werden die Strafverfahren eingestellt. Endlich darf sich Alice wieder mit den schmerzlich vermissten Kollegen treffen, von denen einer inzwischen eine eigene Gartenbaufirma gegründet hat, in der auch Alice wieder zu arbeiten beginnt. Die Gartenbaufirma erhält ein Angebot des städtischen Friedhofs, Arbeiten zu übernehmen, die von den fest angestellten Mitarbeitern nicht bewältigt werden können. Und zu guter Letzt übergibt die Künstlerin, deren Garten Alice gestalten soll, ihr ein paar unscheinbare Setzlinge mit dem Auftrag, sie an einen unauffälligen Ort im großen Garten der Villa zu pflanzen, am besten zwischen der Gartenmauer und dem Bambus, und gut darauf aufzupassen. Alice erkennt sofort den Cannabis …

    Monika Carbe erzählt in ihrem zweiten Roman eine zugleich traurige, bittere und amüsante Geschichte, die einige schöne Frankfurter Impressionen enthält und letztlich Mut zum Risiko macht.

  2. 0 von 1 bis 5

    :

    Gerade gefunden.
    http://www.amazon.de/Die-Friedhofsg%C3%A4rtnerin-Monika-Carbe/dp/3942223821/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1409560921&sr=1-1&keywords=die+friedhofsg%C3%A4rtnerin#cm_cr_dpwidget

    “Die Friedhofsgärtnerin” ist ein literarischer Roman mit ästhetischem Anspruch. Ich habe ihn sehr interessiert gelesen. Ein Grund ist die straffe Gestaltung beim Textaufbau, der andere das Thema, da die Härten der Arbeitswelt in den letzten Jahren noch zugenommen haben. Es könnte von mir aus auch 2014 spielen. Beschäftigt haben mich auch der Schauplatz – es ist ein richtiges Frankfurt-Buch und nicht nur die Kapitelüberschriften tragen oft lokale Anspielungen – und nicht zuletzt die bewegende Kernfrage nach dem menschlichen Umgang miteinander. Ganz grundlegend geht es um die Fragen nach Recht und Toleranz. — Schrieb Susanne CK unter dem Titel “Exempel für die Arbeitswelt”

  3. 0 von 1 bis 5

    :

    Gerade gefunden:
    http://leipzigdiscovery.com/2014/09/01/rezension-monika-carbe-die-friedhofsgaertnerin/

    Rezension: Monika Carbe, Die Friedhofsgärtnerin

    Gibt es einen ruhigeren Job als den einer Friedhofsgärtnerin auf dem Zentralfriedhof von Frankfurt am Main? Für Alice ist er genau richtig, und keiner der anderen Mitarbeiter ahnt, dass die ungelernte Hilfskraft Alice, die meist still und zurückhaltend daherkommt und sich für keine Arbeit zu schade ist, ein ganz anderes Leben hinter sich hat. Alice leitete früher erfolgreich eine Künstleragentur, bis sie dem Neid und der Missgunst einiger Kollegen zum Opfer fiel. Sogar Selbstmordgedanken hatte sie gehegt, bis der Hilfsjob auf dem Friedhof kam, der ihr wieder neuen Lebensmut gab – auch und gerade weil sie sich in der Mitte ihrer ausländischen Kollegen sehr wohl fühlt.
    Quelle: http://www.fembooks.de

    Quelle: http://www.fembooks.de

    Kriegsgräber als Wendepunkt

    Alles könnte also so schön sein, wäre da nicht der Kollege Kollbrand. Er wählt stramm rechts und die ausländischen Kollegen sind ihm ein Dorn im Auge. Seine Stunde schlägt, als Alice und ihre Kollegen sich freiwillig melden, um ein Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege wieder auf Vordermann zu bringen. Sie finden dort einige Haschischpflanzen, was Kollbrand zufällig mitbekommt. Er schwärzt die Kollegen bei der Verwaltung an. Der fristlosen Kündigung folgt eine Medienhetze. Doch während die anderen kämpfen, zieht Alice sich in ihr Schneckenhaus zurück, verlässt die Wohnung kaum noch und fällt wieder in ein schwarzes Loch. Schließlich hatte sie all das schon einmal erlebt. Erst ihr Vermieter, der ihr auch finanziell unter die Arme greift, schafft es, ihr wieder neuen Lebensmut zu geben. Schließlich arbeitet Alice wieder als Gärtnerin. Einer ihrer früheren Kollegen hat mittlerweile eine erfolgreiche Firma gegründet. Statt in den Gärten der Toten arbeitet Alice nun in den Gärten der Lebenden. Fast scheint dies am Ende des Buches ein Symbol dafür zu sein, wie Alice wieder ins Leben zurückfindet. Und Kollbrand? Er gewinnt am Ende deutlich weniger als erhofft und ist geschlagen.

    Prädikat: Unbedingt lesenswert

    Für mich ist „Die Friedhofsgärtnerin“ ein unbedingt lesenswertes Buch. Eingebettet in eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Solidarität und Lebensmut wird der Leser immer wieder dazu veranlasst, sich Gedanken über die Gesellschaft und die eigene Rolle darin zu machen. Dabei kommt das Buch von Monika Carbe nicht als moralinsaure Epistel mit erhobenem Zeigefinger daher, wie es bei deutschen Autoren sonst oft der Fall ist. Schmunzeln und Mitfiebern ist hier durchaus erlaubt, und wer sich ein wenig in Frankfurt auskennt, der wird sogar manche Schauplätze wiedererkennen.

    Monika Carbe, Die Friedhofsgärtnerin
    Größenwahn Verlag Frankfurt am Main, 2014
    Link zu Amazon: amzn.to/1rIztIj
    Link zur Autorin: http://monika-carbe.de/

    Autorin: Yvonne Giebels

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Details

  • Seiten : 168
  • Cover : Hardcover: 21,6 x 15,4cm
  • Sprachen : deutsch
  • Hrsg./Autor : Monika Carbe
  • Erscheinungsdatum : 4. Juli 2014
  • aktuelle Auflage : 1.
  • ISBN : 978-3-942223-82-9
  • e-ISBN : 978-3-942223-83-6

Über den Autor

Monika Carbe

Monika Carbe
ist 1945 in der Theaterstadt Meiningen in Thüringen geboren, wuchs ab 1952 in Herford in Westfalen und Umgebung, zeitweise auch in Kopenhagen auf. Sie studierte Germanistik, Indologie und Philosophie in Marburg an der Lahn und schloss ihr Studium 1971 mit einer Promotion über Thomas Mann ab. Nach zwei Jahrzehnten hauptberuflicher pädagogischer Tätigkeit in der Erwachsenbildung entschloss sie sich ab den 1990er Jahren, freiberuflich als Autorin und literarische Übersetzerin zu arbeiten. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays, Rezensionen und Kunstkritiken für Zeitungen und Zeitschriften und hat viele Werke aus dem Türkischen und Englischen übersetzt. Monika Carbe lebt heute in Frankfurt am Main.
Weitere Bücher von Monika Carbe