Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich

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»Der Druck war hoch, ich hatte Glück« Der Autor und Journalist Viktor Funk über sein Leben als Spätaussiedler, die Verführungskraft von Kuchen und die Notwendigkeit, sich im fremden Land schnell die fremde Sprache anzueignen.
Constanze Kleis
FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

»Eine Geschichte von Aus- und Zuwanderung und damit der Liebe zur zurückgelassenen Heimat aber auch der Liebe zur neuen Kultur« Sascha Pommrenke, Koreander

»Ein grenzüberschreitender Trip in die Seele der Menschen« Yilmaz Holtz-Ersahin, Einkaufszentrale für Bibliotheken

Viktor Funk behandelt in seinem Debütroman Identitätskrisen junger Menschen mit Migrationshintergrund. Mit den großen Fragen »Wo gehöre ich hin?«, »Wo ist meine Heimat?« und »Was darf ich aus meiner Vergangenheit mitbringen?«

 

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Beschreibung

»Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich. Ich war mit meinen Eltern und meiner Schwester im Rathaus von Wolfsburg, der Bürgermeister hatte eingeladen. Zwei Dutzend Familien aus Kasachstan, Sibirien und Usbekistan saßen an runden Tischen, alte Frauen mit geblümten Kopftüchern, ihre Enkel mit Micky-Maus-Sweatshirts, die Väter mit neuen Lederjacken. Die Mütter mahnten in vertrauter Sprache die Kinder zur Ruhe, bis unverständliche Worte alle verstummen ließen. Der Bürgermeister lächelte, breitete seine Arme aus, sagte »gut«, »Heimat«, »Arbeit« und viele andere Worte, die ich nicht verstand …«

Lange hat er geglaubt, zur deutschen Gesellschaft dazuzugehören – bis er Marie trifft. Sie stammt aus Rumänien und betont das gern. Er hat dagegen seine Vergangenheit versteckt. Die Beziehung mit ihr weckt Erinnerungen an seine Kindheit: endlose Tage in der sowjetischen Provinz in Kasachstan mit Großvater und Vater beim Angeln am See und dann die ersten, schwierigen Jahre in Deutschland. Hier hat er lange nicht verstanden, warum er nicht mehr von Lenin erzählen kann, warum das, woran er als Kind geglaubt hat, nun falsch sein soll. Und nun spitzt sich die Krise mit Marie zu. Sie wirft ihm vor, sich selbst zu verraten, um ein »Deutscher« zu sein. Doch in seinem Pass steht die Staatsangehörigkeit, die er immer haben wollte: »deutsch«.

Viktor Funk behandelt in seinem Debütroman Identitätskrisen junger Menschen mit Migrationshintergrund. Mit den großen Fragen »Wo gehöre ich hin?«, »Wo ist meine Heimat?« und »Was darf ich aus meiner Vergangenheit mitbringen?« trifft der Autor das Gefühl einer ganzen Generation. Fragen, die sich wie ein Lauffeuer ausbreiten und sich weder von Landesgrenzen, noch von politischen Ideologien aufhalten lassen. Fragen, die der Gegenwartsgesellschaft Veränderungen vor Augen führen. Alles fließt.

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