Die verlorene kleine Schwester

4,99 

Die Geschichte eines Jahrhunderts – in 8 h und 35 min

Aus dem Griechischen von Gesa Singer

»Komplex und geistreich präsentiert, literarisch ausgezeichnet verarbeitet und ganz hervorragend übersetzt.« Markus Jäger, ekz.bibliotheksservice GmbH

Fotini Tsalikoglou erzählt eine Geschichte über die Geschichte, über die Erinnerung und über den Verlust der Heimat. Auch wenn Heimat schmerzt, mit diesem Begriff werden wir alle Konfrontiert.

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Beschreibung

8 Stunden und 35 Minuten. So lange dauert der Flug von New York, bei dem Jonathan die traumatische Geschichte seiner Familie erzählt: einer griechischen Familie, die zu Beginn des 2. Weltkrieges nach Amerika ausgewandert war. Er erinnert sich an eine namenlose Frau, die ihn als Kind durch New Yorks Museen zog, um griechische Statuen zu bewundern. Er erinnert sich aber auch daran, wie sehr dieselbe Frau Griechenland hasste. Sie nannte sich Lale Andersen und verwandelte sich zugleich in seine Mutter. Jonathan versucht Szenen aus seinem bewegten Leben zu rekonstruieren. Und da taucht sie auf. Immer wieder sie. Immer ist sie neben ihm. Die verlorene kleine Schwester. Während der Flugreise kehrt nicht nur die verlorene Zeit zurück, sondern auch die verfälschte Vergangenheit seiner Familie. Kann denn die bittere Gegenwart das Ziel dieser Reise sein? Doch eine Reise ist immer ein Abenteuer – das Ende ist ungewiss. Vor allem, wenn die Sehnsucht nach Liebe als Wegweiser durch Raum und Zeit dient.

Die preisgekrönte Novelle von Griechenlands Erfolgsautorin Fotini Tsalikoglou beschreibt Migration als das prägende Thema unseres Jahrhunderts: Die moderne Odyssee einer Familie aus Kleinasien. Die unfreiwillige Entwurzelung der Urgroßeltern durch die Türken, die notgedrungene Auswanderung der Großeltern aus Griechenland, die verlorengegangenen Träume der Eltern in Amerika. Es ist auch ein aktuelles Werk über die Auswirkungen von Finanzkrise und Flüchtlingswelle, zutreffend zeitgenössisch, geschrieben in rasanten Bildern und wechselnden Szenen. Eine Geschichte über die Geschichte, über die Erinnerung und die Heimat. Auch wenn Heimat schmerzt. Ein anderer Weg, sich den Erlebnissen zu stellen, existiert nicht.

Eine seltsam vertraute Geschichte eines Jahrhunderts, die genau 8 Stunden und 35 Minuten andauert. So lange wie der Flug von New York nach Athen dauert.

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