Die lügnerische Sonne der Kinder

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Elena Chouzouri, eine der bekanntesten Autorinnen und Journalistinnen Griechenlands, beschreibt den Konflikt der zwei Identitäten, der durch Migration entsteht und von den Eltern auf die Kinder übertragen wird.

»Die Tragödie des jungen Menschen, der sich gezwungen sieht, am Rand einer Heimat groß zu werden, die ihn ablehnt.« Thomas Korovinis – O anagnostis

aus dem Griechischen von Brigitte Münch

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Beschreibung

Veronika K., 58 Jahre alt, von mittlerer Größe und mit einem Gesicht, das sich standhaft gegen die Zeit verteidigt, sucht Schutz vor der Sonne und vor den Fragen, die in ihrem Innersten brennen: Was hat sie in ihrer usbekischen Geburtsstadt Taschkent Wertvolles zurückgelassen? Wie sah ihr Leben in der Sowjetunion aus? Welches Geheimnis überschattete ihre Kindheit? Was hat ihr dominanter Vater, der als Partisanenkämpfer und Altkommunist geehrt wird, ihr in Wirklichkeit angetan? Was ist aus ihrer großen Liebe, dem Juden Iosif, geworden? Und wie entwickelte sich ihr neues Leben in Griechenland, das sie schon als Kind lernen musste, als ihre Heimat zu betrachten? Wie hat diese heiß ersehnte Heimat sie 1989 empfangen? Welche Träume sind dabei geplatzt?
Durch die Interview-Anfrage der jungen Journalistin Danae nach den Kindern der griechischen politischen Flüchtlinge, die repatriiert wurden, sieht Veronika sich gezwungen, ihre Vergangenheit als Exil-Kind in Usbekistan mit ihrem jetzigen, grauen Leben in Athen zu vergleichen. Eine Recherche mit Folgen, sie wird die Erste und Letzte sein für die 27-jährige Journalistin, denn die Zeitung schließt. Die heutige Krise fordert auch von Danae einen ähnlichen Preis wie bei ihrer Interviewpartnerin Veronika: Emigration. Doch bevor sich sie ihrem Schicksal ergibt und ihrem Land mit dem blauen Himmel und der lügnerischen Sonne den Rücken kehrt, wird sie noch überraschende Fakten über Veronika K’s Leben aufdecken.

Elena Chouzouri, eine der bekanntesten Autorinnen und Journalistinnen Griechenlands, beschreibt den Konflikt der zwei Identitäten, der durch Migration entsteht und von den Eltern auf die Kinder übertragen wird. Die Schicksale der Protagonisten sind Schnittpunkte der Geschichte Europas und das Wort ›Heimat‹ wird als Marke in das Herz der jüngeren Generation gebrannt: Kinder, die in einem anderen System mit anderen Werten und Überzeugungen groß werden, zwischen Tradition und Globalisierung ihre eigenen Werte suchen und durch ihre persönlichen Verluste und Enttäuschungen erwachsen werden.

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Hardcover-Druckbuch, e-book-EPUB-Format

1 Bewertung für Die lügnerische Sonne der Kinder

  1. Edit Engelmann

    »Ohne Angst vor Rührung stellt das Buch erfolgreich und stringent eine Verbindung zwischen dem Gedenken und dem Trauma der Geschichte Griechenlands und seiner heutigen Krise her.«
    Titika Dimitroula – Kathimerini

    »Die Tragödie des jungen Menschen, der sich gezwungen sieht, am Rand einer Heimat groß zu werden, die ihn ablehnt.«
    Thomas Korovinis – O anagnostis

    »Mutter Heimat, die absolute Fremde.«
    Vangelis Chatzivasiliou – To Vima

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