Der letzte Kampf des Kapitän Ni’mat

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Ein Roman, der in Marokko nicht erscheinen darf.

Weil das Recht auf Liebe nicht jedem zusteht.

 

»Ein ehemaliger Kampfpilot der ägyptischen Luftwaffe – einst ein Freigeist und nun pensioniert – entdeckt im Alter seine Homosexualität, entscheidet er sich für die schwule Liebe und riskiert dafür alles. Ein großartiges, Mut machendes Buch aus einem Ägypten, in dem Schwule nach wie vor verfolgt werden.«
Jürgen Ostler, Buchhändler aus Wien

Aus dem Französischen von Laura Viktoria Skipis

Mohamed Leftahs Roman darf bis heute nicht in Marokko erscheinen. Denn der Inhalt ist ein Plädoyer für das Recht auf Freiheit, für das Recht auf Meinungsfreiheit, für das Recht auf Liebe.

Erscheinungstermin:  4. Oktober 2017

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Beschreibung

Ni’mat hatte schon immer fortschrittliche Ansichten: Er studierte Literatur, befürwortete marxistische Ideen und kämpfte für die Gleichstellung der Frau in der arabischen Welt. Jedoch wechselte er die Bücher durch Waffen aus, als seine Ideale in Gefahr waren und kämpfte in der Nasser-Ära als Pilot. Zuerst gegen religiöse Kräfte, dann gegen Israel. Bei dem Sechstagekrieg von 1967 verlor er nicht nur seine Lebensziele, sondern auch seine Träume. Er schied früh aus dem Militärdienst aus, heiratete und verbrachte seitdem scheinbar glückliche Ehejahre in Kairos Nobelviertel Maadi. Dreißig Jahre danach wird Ni´mat immer noch von einem Gefühl der Machtlosigkeit und des Versagens übermannt. Gemeinsam mit seinen ehemaligen Mitstreitern aus Armee-Zeiten, besucht er täglich den exklusivsten Schwimmclub für reiche aber gelangweilte Rentner.

Doch einmal am Tag richtet sich die Aufmerksamkeit aller Badebesucher auf die jungen Männer, die das Becken bevölkern. Es ist die Trainingsstunde der neuen Generation. Ihre athletischen Körper erzeugen Bewunderung. Erinnerungen an die eigene, erloschene Jugend werden wach.

Und dann passiert das Unmögliche. An einem besonders heißen Augusttag konstatiert Ni’mat eine nie zuvor dagewesene innere Regung. Eine Regung über die jungen Körper, die von nun an seine Gedanken dominieren wird. Ein innerer Kampf beginnt, der Ni’mats letzter Kampf werden soll.

Der populärere französisch-marokkanische Schriftsteller Mohamet Leftah, der 2008 in Kairo verstarb, war ein revolutionärer, arabischer Autor und Journalist. Sein Roman – einerseits eine Liebesgeschichte zwischen Männern, andererseits eine leidenschaftliche Kritik an der arabischen Gesellschaft – darf bis heute in Marokko nicht erscheinen. Denn der Inhalt ist ein Plädoyer für das Recht auf Freiheit, für das Recht auf Meinungsfreiheit, für das Recht auf Liebe. Rechte, die von radikal-islamischen Kräften eines patriarchalischen Systems manipuliert werden: Moralische Werte werden festgelegt und jegliche Form von Individualität brutal unterdrückt.

Mohamet Leftah hat auf Französisch geschrieben und in Frankreich veröffentlicht. Dies ist die erste Übersetzung eines seiner Werke in die deutsche Sprache. Ein aktuelles Thema über Toleranz und gesellschaftliche Moral.

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